CITES

Die CITES (Convention in International Trade of Endangered Species of wild fauna and flora) ist das Abkommen über den Internationalen Handel mit Bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Es wird auch das Washingtoner Artenschutzabkommen genannt. Seine Aufgabe ist es, den Ex- und Import von Tier- und Pflanzenarten zu überwachen, die vom Aussterben bedroht oder gefährdet sind.

Geschichte
Das Washingtoner Artenschutzabkommen wurde 1973 - wie der Name schon besagt - in Washington beschlossen. Es entstand aufgrund der Einsicht, dass der unbeschränkte Handel mit Tieren und Pflanzen bzw. Produkten aus diesen viele Arten dem Aussterben nahe gebracht und einige schon gänzlich verschwinden lassen hatte. Damals traten 121 Staaten bei, inzwischen fügen sich nahezu alle Länder der Welt den Bestimmungen.

Schutz-Vorkehrungen
Das Washingtoner Artenschutzabkommen teilt die Tier- und Pflanzenarten je nach Bedrohung in drei Anhänge ein:
    Anhang I - Hier finden sich alle Arten, die stark gefährdet sind. Sie unterliegen einem absoluten Handelsverbot. Gelistet sind z. B. der Elefant, versch. Wal-Arten, der sibirische Tiger, das Nashorn, usw.
    Anhang II - Arten die hier gelistet sind, können in beschränkter Anzahl gehandelt werden, wenn eine genügend große Population im Herkunftsland (Exportland) vorhanden ist. Dies bedarf eines wissenschaftlichen Nachweises.
    Anhang III - Wenn eine Art in einem oder mehreren Ländern gefährdet ist, können diese den Export ihrer Populationen einschränken oder verbieten. Dazu werden diese Arten dann in Anhang III gelistet.

Vorgehensweise
Etwa alle zwei Jahre findet die Internationale Artenschutz Konferenz (CUP - Confernece of United Parties) statt. Im Vorfeld werden von den Mitgliedsländern Anträge zur Listung oder Ent-Listung verschiedener Arten oder Teilpopulationen gestellt. Die Regierungsdelegationen können dann mehr oder wenig gut vorbereitet über die Anträge diskutieren und entscheiden. Für alle Anträge, die eine Listung oder Ent-Listung beinhalten, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Für die Bestimmung von Handelsquoten reicht eine absolute Mehrheit.

Vorteile
Die einheitlichen Handelsbeschränkungen und Vorgehensweisen im internationalen Handel haben die Kontrolle durch die zuständigen (Zoll-)Behörden sehr vereinfacht. Viele Arten konnten so vom Aussterben bewahrt werden und einige Bestände erholen sich soweit, dass sie wieder in sinnvollen Mengen gehandelt werden können. Ausserdem sanken die Preise z. B. für Elfenbein drastisch, so dass auch Wilderei und illegaler Handel zurück gingen.

Nachteile
Nach wie vor sind nicht alle Staaten Mitglied bei der CITES. Aber schlimmer ist, dass die Mitgliedsländer die Möglichkeit haben, innerhalb von zwei Monaten nach der jeweiligen Konferenz zu sagen, welchen Entscheidungen sie einfach nicht zustimmen. Länder wie Japan, Norwegen und Island nutzen dies immer wieder, um doch gelistete Walarten zu jagen - alles unter dem fadenscheinigen Vorwand der Wissenschaft. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass leider nur die politischen Vertretungen Stimmrecht haben. Natur- und Artenschutzverbände und -organisationen dürfen zwar ihre Meinugn sagen, bleiben aber in der beratenden Rolle.

Die Association for Wildlife Conservation e. V. arbeitet mit vielen anderen Tier- und Artenschutzorganisationen und der deutschen Regierung (Bundesamt für Naturschutz und Bundesministerium für Umweltschutz) zusammen. Auf Vorbereitungstreffen werden die bekannten Anträge diskutiert und Experten aus den Organisationen unterstützen die deutsche Deligation auch während der Konferenz mit Sachargumenten und Hintergrundinformationen.
Wichtig ist vor allem die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, in der die Association for Wildife Conservation e. V. mitwirkt und jedermann über die Auswirkungen des illegalen Handels mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten aufklärt.


Im folgenden haben wir die ausführlichen Listen der Organisation "Por Wildlife e. V." verlinkt, sie geben am besten die Inahlte der Konferenzen wieder:
Bericht über die Artenschutz Konferenz 2000 in Kenia
Bericht über die Artenschutz Konferenz 2002 in Chile


© Association for Wildlife Conservation e. V.